Dresden Marathon: ein etwas anderer Zieleinlauf

von Jens | 19. Oktober 2008, 15:30 Uhr | in Läufe | 4 Kommentare


Heute fand der 10. Morgenpost Dresden Marathon statt und wenn ich schon nicht mitlaufe, dann wollte ich wenigstens zum Anfeuern hingehen und mir das ganze Spektakel einmal aus der Nähe anschaun – und es hat sich definitiv gelohnt ;)

Wir haben uns kurz vor dem Ziel plaziert, um einen mitlaufenden Bekannten auf den letzten Metern optimal anspornen zu können. Er ist die Halbmarathondistanz gelaufen und kam letztendlich “untrainiert” (Sportler, aber ohne Vorbereitung auf den Halbmarathon) mit einer Zeit von 1:31h in Ziel – mein vollster Respekt!

Auf dem Weg in den Zielbereich kamen wir an so einem aufblasbaren “Bogen” vorbei (keine Ahnung, wie man die Dinger nennt), der dummerweise gerade dabei war, in sich zu kollabieren. Zum Glück haben sich recht schnell einige Freiwillige gefunden, die ihn notdürftig mit ihren Händen in die Höhe gehoben haben. Später kamen dann immerhin einige Streckenposten und haben ihn in einer kleinen Lücke ganz zur Seite geschoben. Doch das war noch das kleinere “Übel”.

Kurze Zeit später haben wir ein Blaulicht kommen sehen – klar, bestimmt ein Krankenwagen. Interessanterweise war es aber die Feuerwehr, welche sich mit drei großen Löschzügen und zwei Einsatzfahrzeugen ihren Weg durch / in den Zielbereich gesucht haben. Zum Glück hatten die Organisatoren zwei Spuren für den Zieleinlauf angelegt (vermutlich ursprünglich “Profi-Spur” und “Jederman-Spur”), so dass die Läufer immernoch recht problemlos in den Zielbereich gelangen konnten. Für Aufregung hat der ganze Einsatz trotzdem gesorgt, wobei dieser sich letztendlich als Fehlalarm im Kongresszentrum herausgestellt hat.

Da es im Zielbereich natürlich sehr voll war haben wir uns entschieden, das Kongresszentrum zu erklimmen ;) Netterweise kann man dort an den Seiten hochlaufen und so einen optimalen Blick auf den Zielbereich genießen (und auf der anderen Seite der Blick auf die Elbe). Mich hat es wirklich verwundert, dass dort oben nichts los war. Konnte uns natürlich nur recht sein.

Von dort haben wir den Zieleinlauf des 26-jährigen Marathon-Siegers in 02:12:03h (kein Gewähr) verfolgt, wobei ich mich leider weder an den Namen, noch an den Stamm (Achtung, versteckter Hinweis) des Siegers erinnern kann ;) Phaustin Baha Sulle aus Tansania in einer Zeit von 2:13:03 verfolgt (danke an Hannes). Ja, die Kommentatoren waren gut informiert.

Wir haben dann von oben noch die recht schlichte Siegerehrung verfolgt und haben uns dann wieder auf den Rückweg gemacht.

Als Fazit kann ich nur sagen, dass es ziemlich in den Beinen gejuckt hat ;) Mich ärgerts im Nachhinein, dass ich nicht einfach aus Spaß mitgelaufen bin, auch wenn ich keine weltbewegende Zeit erreicht hätte. Es war wirklich sehr interessant die Teilnehmer zu beobachten. “Jederman-Lauf” war absolut zutreffend: jung, alt, dick, dünn .. Jeder hatte irgendwo seinen kleinen Fanclub stehen und wurde angefeuert. Jeder wurde im Ziel gefeiert. Sehr schön. Das hat wirklich Lust auf mehr gemacht. Wie wird das nur sein, wenn man als Läufer seinen ersten Wettkampf hinter sich hat?

Alle 36 Handy-Fotos gibt’s in meinem Picasa-Webalbum.

Und hier noch ein Artikel bei Runnersworld “Sulle gewinnt den Dresden Marathon 2008“.


 
 
 

4 Kommentare zu “Dresden Marathon: ein etwas anderer Zieleinlauf”

  1. Hannes Christiansen
    19. Oktober 2008 um 18:21

    Ein schöner Bericht – und die richtige Entscheidung. Wenn schon nicht selbst mitlaufen, dann mal als Zuschauer das ganze von außen betrachten ;)

  2. Gerd
    19. Oktober 2008 um 19:17

    … und Blut geleckt?
    Bist Du nächstes Jahr dabei?

  3. Hannes Christiansen
    19. Oktober 2008 um 20:02

    … und gerade bei Runnersworld gesehen:
    “Der 26-jährige Läufer Phaustin Baha Sulle aus Tansania gewann das Rennen in 2:13:03 Stunden.” (Neuer Streckenrekord)

  4. Jens
    19. Oktober 2008 um 22:31

    Blut geleckt! Definitiv!
    Und sofern ich nächstes Jahr noch in Dresden bin, werde ich auch mitlaufen. Das lass ich mir nicht nochmal entgehen ;)

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