Tag 4: Warum nicht gleich so?

von Jens | 10. August 2009, 15:49 Uhr | in Läufe, Laufstrecken | 12 Kommentare


Sonntag ist “Long Jog”-Tag und so durfte ich nochmal die gleiche Distanz (14 Kilometer) im gleichen Schnitt (06:22 min/km) von meiner verkorksten Premiere laufen.

Bereits bei meinem letzten Lauf habe ich mich unsterblich in die Dresdner Heide verliebt und so war es eigentlich logisch, dass ich meine lange Einheit ebenfalls dort laufen wollte. Wege gibt es schließlich genug, auch wenn sie mir noch vollkommen fremd sind (nicht grundsätzlich schlecht). Ich brauch nur mal eine anständige Übersichtskarte, so dass ich die Entfernungen besser einschätzen kann.

Losgekommen bin ich mal wieder viel zu spät (12 Uhr) und daher habe ich vorsichtshalber meinen Trinkgürtel mitgenommen. Das erste Mal überhaupt! Geschickterweise hat er vorne ein kleines Fach für meinen Schlüssel und das hatte zur Folge, dass ich die Hand frei hatte für mein Handy. Fototour!

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Mein Ausgangspunkt ist die Garnisonskirche St. Martin, eine sehr beeindruckende Kirche! Entstanden zwischen 1893 und 1900 und im Zweiten Weltkrieg zum Glück verschont geblieben. Leider war ich zu faul, einmal rundherum zu laufen, sonst hätte ich noch ein Bild der wunderschönen Südseite machen können.

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Hier gehts runter in den Prießnitzgrund.

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Und schon befinden wir uns inmitten der Dresdner Heide direkt neben der Prießnitz. Nun geht es ein ganzes Stück auf mehr oder weniger unbefestigtem Untergrund.

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Wieder auf einem befestigen Weg angekommen wandert mein Blick nach links: wo mag dieser kleine Berg wohl hinführen?

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Die Lösung: zu einem steilen Anstieg! Egal, ich mag Berge.

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Fast oben angekommen gelange ich an eine Bahnbrücke. Das war eigentlich nicht mein Plan, schließlich würde ich nun wieder in die Stadt (bzw. in das Industriegebiet) gelangen.

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Das war übrigens der Anstieg. Ihr seht schon, der Abstieg war nicht weniger lustig ;) Ich muss aber gestehen, dass es spektakulärer aussieht, als es wirklich ist. Zwischen Minimum und Maximum sind nur 70 Meter Höhenunterschied.

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Zuerst führt mich mein Weg allerdings mitten durchs Gebüsch. Ich war mir nicht sicher, ob das nur ein Trampfelpfad zum nächsten Pennertreff oder ein richtiger Weg ist.

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Es war ein Weg, und was für einer! Der Untergrund bestand aus Sand, Tannennadeln, Tannenzapfen, Rinde & etwas Erde. Ein wunderbarer Untergrund zum Laufen. Und die Nadelbäume haben wunderbar gerochen.

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Detailansicht des Bodens. Diese kurze Pause habe ich übrigens auch genutzt um meine erste Trinkflasche (seien wir ehrlich: Trinkfläschen) auszutrinken.

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Ich sags doch, wie im Urlaub! Wunderbarer Weg, Sand, herrliche Gerüche – und direkt daneben die Bahnlinie.

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Noch mehr Sand. So langsam kam die Frage auf, wo mich der Weg wohl hinführen mag.

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Oh mein Gott! Es sei noch dazu gesagt, dass ich einige Meter vorher mutig einen Trampelpfad nach rechts (unten) abgebogen bin. Ich habe meine Chance gewittert. Dass das Bild so verwackelt / verschwommen ist lag vermutlich an meiner Angst, jeden Moment auf zwielichtige Gestalten zu treffen.

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Einige Meter weiter entpuppte sich der Trampelpfand erstaunlich hübsch. Wie steil es an der Stelle ist, könnt ihr euch hoffentlich durch das Höhenprofil vorstellen.

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Es war zu erwarten, dass die Hindernisse nicht lange auf sich warten lassen.

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Dort hinten schimmerte tatsächlich wieder der erhoffte Weg durch die Bäume!

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Ein kleiner Blick zurück. Nicht unbedingt das ideale Trainingsterrain, aber ich würde es jederzeit wieder machen! Ich finde, trotz Training nach einem Plan gehört hin und wieder ein kleines Abenteuer einfach dazu. Schließlich steht der Spaß an erster Stelle.

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Die Zivilisation hat mich wieder.

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Kletterwald. Eine gute Idee. Letztendlich sollte mich meine Route auch in die Richtung führen, aber da ich die Entfernung nicht genau einschätzen konnte war ich mir nicht sicher, ob ich wirklich dort ankommen würde.

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Die Wege werden immer besser bzw. hochwertiger. Nun ging es ein kleines Stück direkt auf Asphalt. Die wunderschöne Natur drum herum und der herrlich geschwungene Weg haben dafür entschädigt.

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Kleiner Zeitsprung. Mittlerweile bin ich an meinem letzten Anstieg hoch nach Klotzsche. Eigentlich ging der Weg kontinuierlich berg auf, aber das letzt Stück war nochmal etwas steiler (siehe Höhenprofil). Zum Bild: neue Eisenbahnbrücke vor alter Eisenbahnbrücke.

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Und ich habe mich sogar verlaufen. Eigentlich wollte ich den Weg rechts unten laufen, aber ich war mir ziemlich sicher, dass beide zum Ziel führen würden.

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.. der andere Weg wär nur nicht so steil gewesen.

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Auch die Bäume in Dresden haben komische farbige Markierungen ;)

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Der Wendepunkt meiner Tour: auf gehts wieder in den Prießnitzgrund und (wieder) ab zum Kletterwald.

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Kontrollblick auf die Uhr: Entfernung stimmt einigermaßen.

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Es geht wieder runter. Folglich erst alt, dann neu.

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http://www.kletterwald-dresdner-heide.de/

[auf gehts zum zweiten Teil]


 
 
 

12 Kommentare zu “Tag 4: Warum nicht gleich so?”

  1. Kai
    10. August 2009 um 16:21

    Krass! Geile Strecke.. sowas gibt es hier leider nicht :-( Hast du niemanden auf dem komplettem Weg getroffen?

  2. Bernd
    10. August 2009 um 16:32

    Ein Lauf auf so einer schönen Strecke bei dem so viele schöne Bilder entstanden sind muss einfach ein schöner Lauf gewesen sein.
    Ich habe bisher noch nie so viele Fotos auf einer Tour gemacht. Da kann ich hier noch was lernen. :-)

  3. gpway
    10. August 2009 um 17:11

    Super Fotoserie, ich kenne die Laufgegend aber so ausführlich hab ich es noch nicht gesehen. LG

  4. Christian
    10. August 2009 um 19:16

    Wow, da bin ich gerade ein Stück mitgelaufen. Sehr schöne Strecke!
    Toll,wenn eine Strecke so viele Alternativen bereithält für kommende Läufe.
    Glückwunsch zu deinem erreichtem Ziel!

  5. Sandra
    10. August 2009 um 19:26

    Tolle Strecke, tolle Fotos, toller Lauf ! Was willst du mehr?…Mit Recht kannst du sehr stolz auf dich sein. :-)

  6. Gerd
    10. August 2009 um 21:05

    Tolle Strecke und vor allem eine Wahnsinns Kirche!
    Sehr beeindruckende Bilder von dem Bauwerk.
    Die Strecke liegt so in meinem Wohlfühlbereich. Die Uhrzeit weniger! ;-)

  7. Steffen
    10. August 2009 um 21:11

    Hi Jens,
    da wird man ja regelrecht neidisch wenn man Deine Bilder sieht. Genuss pur sage ich da nur! Som macht doch Laufen spaß, oder?

    LG
    Steffen

  8. RunningDan
    10. August 2009 um 21:57

    Hi Jens,

    ich muss auch gestehen, dass ich mich ein klein wenig in deine Laufstrecke verliebt habe. Und die Fotos dazu sind auch sehr schön. Da kann ich gut und gerne verstehen, dass man Sonntags mal eben die 14 Kilometer läuft.

    Gruß, Daniel

  9. An-Kas
    10. August 2009 um 22:48

    Das ist ja mal eine coole Idee, die Laufstrecke zu fotografieren! Was hast du denn für ein Handy, das so gute Bilder macht?
    Die Gegend wäre auch was für mich, glaube ich! Sieht aber sehr einsam dort aus… Viele Grüße!

  10. Evchen
    11. August 2009 um 08:36

    Glückwunsch zu der schönen Wochenleistung!

    Irgendwie sind wir doch alle auch ein Stück weit Piraten, eh? Ab und an ein Abenteuer ins Unbekannte und schon ist man wieder höchst motiviert. :-D

    Herrlich! Danke für Deinen Bericht.

  11. matbs
    11. August 2009 um 16:07

    Wunderschöne Strecke und tolle Bilder, da kriegt man spontan gleich wieder Lust auf den wilden unbekannten Osten.

    Die seltsammen Zeichen an den Bäumen werden z.B. hier erklärt:
    http://www.landesvermessung.sa.....tml#karte2

    Das kann schon mal ganz hilfreich sein, auch für die nächste Tour und die Frage, wo denn die Brücke hinführt.
    Nur so als Pfadfindertipp… ;)

    Weiter so!

  12. Hannes
    11. August 2009 um 18:50

    Warum nicht immer so?
    - Jeder Lauf ist anders.
    - In jeder Laufwoche gibt es einen eher schlechten Lauf.
    - Du warst etwas lockerer.
    - Eine besondere Strecke.
    - Viele Fotos.

    Eine richtig schöne Tour – jeden Sonntag so etwas, und du bist einfach glücklich ;)

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